Kunst hautnah erleben - MS Oetz eröffnet Wanderausstellung „ich seh‘, ich seh‘ …“

von Karolin Schwarz-Foutsitzidis
03. Februar 2026

Kunst hautnah erleben

MS Oetz eröffnet Wanderausstellung „ich seh‘, ich seh‘ …“

 

Am Freitag, den 23. Jänner, wurde an der MS Oetz die Wanderausstellung „ich seh‘, ich seh‘ … Aus der Nähe und im Detail” feierlich eröffnet. In einem festlichen Rahmen begrüßte Schulleiterin Maria Leaney  Katharina Böhm von der Kulturabteilung des Landes Tirol sowie Robert Gander und Nina Hütter vom Büro Rath & Winkler sowie die Schüler:innen der 2. Klassen.

Spielerischer Zugang

Katharina Böhm betonte in ihrer Ansprache die besondere Bedeutung dieses Projekts: Es gehe darum, Kinder spielerisch und offen an Kunst heranzuführen, ihre natürliche Neugierde zu wecken und ihnen zeitgenössische Kunst nahezubringen. Robert Gander gab Einblicke in die Geschichte des Projekts KIDS (Kunst in die Schule), das durch die öffentliche Hand gefördert wird. Bereits seit 15 Jahren bringt es zeitgenössische Kunst direkt in die heimischen Schulen.

Musikalische Umrahmung

Für die musikalische Umrahmung sorgten Schüler:innen der 1. und 2. Klasse der MS Oetz. Während Sophie und Jenni Stücke auf der Geige präsentierten, spielten Julia und Mia am Saxophon, rhythmisch begleitet mit Klanghölzern und Rasseln von Marie-Sophie, Yasin und Milow. Nach der Eröffnung führte Kuratorin Nina Hütter die Schüler:innen der 2. und danach der 3. Klassen durch die Exponate. Dabei hatten die Jugendlichen die Gelegenheit, Fragen zu stellen und ihre persönlichen Favoriten genauer unter die Lupe zu nehmen.

Im Detail

Die Ausstellung „ich seh‘, ich seh‘ … Aus der Nähe und im Detail” präsentiert Werke von zwölf zeitgenössischen Tiroler Künstler:innen, darunter namhafte Persönlichkeiten wie Heinz Gappmayr, Barbara Huber, Thomas Feuerstein und Heidrun Sandbichler. Gezeigt wird ein breiter Querschnitt zeitgenössischen Schaffens – technisch von der Camera obscura über Fotografie bis hin zu Installationen und fotorealistischer Malerei.

„ich seh, ich seh  …”

Zentrales Thema der Schau ist die Erkenntnis, dass selbst kleinste Beobachtungen eine große Wirkung erzielen können. In Zeiten einer ständigen Reizüberflutung durch soziale Medien und der permanenten Verfügbarkeit von Informationen setzt die Ausstellung auf Entschleunigung und Konzentration. Die Schüler:innen werden dazu eingeladen, das scheinbar Selbstverständliche neu zu betrachten und sich auf das Unmittelbare im „Hier und Jetzt“ einzulassen.

Vier Wochen

Vier Wochen bleibt die Ausstellung an der MS Oetz. In dieser Zeit haben die Schüler:innen die Möglichkeit, die Bildsprache zeitgenössischer Kunst zu erkunden, verschiedene Techniken zu analysieren und sich für eigene Ausdrucksformen inspirieren zu lassen. Die Auseinandersetzung mit der Kunst wird zudem fächerübergreifend in projektbezogenen Unterrichtseinheiten vertieft. Man darf gespannt sein, welche eigenen künstlerischen Arbeiten die Schüler:innen im Laufe dieser intensiven Wochen entwickeln werden.

(Text: Mag. Susanne Gurschler)