Workshop „Sprache kreativ” mit Güni Noggler

von Karolin Schwarz-Foutsitzidis
30. Juni 2026

Workshop „Sprache kreativ” mit Güni Noggler

Wie pfiffig, kurzweilig und amüsant ein Workshop mit Güni Noggler sein kann, erfuhren die Schüler:innen der 2. Klasse am vergangenen Freitag.

Im Rahmen des Deutschunterrichts führte der Schwazer Schriftsteller und Künstler sie in seinem Workshop „Sprache kreativ” zum schöpferischen Schreiben. Mit viel Humor erzählte er aus seiner eigenen Schulzeit, in der er mühelos Aufsätze schrieb, dabei allerdings ständig über die Rechtschreibung stolperte. Jeder habe Talente, seines sei die Fantasie gewesen, die Freude am Schreiben, erläuterte der Schriftsteller.

Talent braucht Training

Dass seine Deutschnoten nicht dem Talent entsprachen, hielt ihn nicht von seinem Berufswunsch ab, Schriftsteller zu werden. „Wie im Sport braucht Talent Training”, erklärte Güni Noggler den aufmerksamen Schüler:innen.

So leichtfüßig wie er diese Weisheit vermittelte, gestaltete sich auch der restliche „Unterricht”, bei dem viel gelacht wurde. Immerhin vergab Güni Noggler ganz nebenbei „Plus” für besonderen Einsatz,  bis die Zweitklässler schließlich ihre eigene Fortsetzungsgeschichte zu Papier brachten. Mucksmäuschenstill war es plötzlich im Raum, die Stifte flogen über die Zeilen.

Geschichten der Vielfalt

Wie unterschiedlich sich eine Erzählung  entwickeln kann, zeigten die vorgelesenen Beispiele. Aus „Nachdenklich blickte die Prinzessin aus dem Fenster” bahnten sich mörderisch brenzlige Situationen, eine Liebesgeschichte und der Abschied von einem lieben Familienmitglied an.

Gerade einmal 50 Minuten und Güni Noggler hatte eine neue Fangemeinde – in der Pause bestürmten die jungen Talente den Autor, um sich ein Autogramm samt „Note” auf den Arm geben zu lassen.

Schreiben macht Spaß

So endete eine wunderbar inspirierende und kurzweilige Stunde zum Thema kreatives Schreiben. Wir bedanken uns sehr herzlich beim Tiroler Kulturservice und natürlich bei Güni Noggler, der die Schüler:innen mit Leichtigkeit für sich und das Thema eingenommen hat. 

(Text: Mag. Susanne Gurschler)